Flagge der Philippinen und Bedeutung

Wusstest Du, dass... ?

Es gibt unendlich viel über die Philippinen zu berichten. Darunter lustige und erstaunliche Fakten. Ich habe mal eine kleine Liste zusammengestellt. Natürlich ist da lange noch nicht alles dabei, aber es ist ein Anfang.

Was wusstest Du bereits über Land und Leute? Was hat dich am meisten erstaunt?

1. Wieso heißt der Inselstaat Philippinen ?

Der spanische Entdecker Ruy Lopez de Villalobos benannte die Inseln Samar und Leyte zu „Las Islas Filipinas“, nach dem damaligen Prinz, dem späteren König Philipp II.  Später wurde diese Bezeichnung für den gesamten Archipel übernommen und die Philippinen erhielten ihren heutigen Namen. 333 Jahre lang (in der Zeit von 1565 bis 1898) waren die Philippinen spanisches Territorium. Die Spanier waren es auch, die den Katholizismus einführten. Mehr als 80% der Filipinos katholisch. Eine absolute Seltenheit in Südoastasien.

2. Die Flagge der Philippinen zeigt Krieg oder Frieden

Die „normale“ Flagge, also während Friedenszeiten liegt das blaue Feld oben. Befinden sich die Philippinen im Krieg wird die Flagge mit der roten Fläche nach oben gehisst.  Zur Erklärung: Die weiße Farbe auf der Flagge steht für Hoffnung auf Gleichheit und Freiheit. Das Blau steht für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit. Patriotismus und Tapferkeit wird durch das Rot gezeigt. Jetzt macht es auch Sinn, wieso die Flagge im Krieg umgedreht wird, oder? Die Sonne repräsentiert die Freiheit und symbolisiert die Bemühungen der Revolutionäre. Die Sonnenstrahlen stellen die acht Provinzen da, die sich gegen Spanien auflehnten und die drei Sterne stehen für die drei großen Inseln der Philippinen: Luzon, Visayas und Mindanao.

3. Sonntags dreht sich alles um "Sabong"

Eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen oder gar Leidenschaft der Filipinos sind Hahnenkämpfe (Sabong) bzw. das Wetten auf die Kämpfe. Der ganz normale Alltag für die Filipinos an einem Sonntag. Für mich eine viel zu brutale Freizeitbeschäftigung…aber auch das ist Kultur. Die Hähne bekommen scharfe Sporen/Messer an die Füße gebunden. Der Kampf ist oft nach 30 Sekunden schon vorüber. Der Verlier nimmt nach dem Kampf seinen Hahn, um ihn entweder vom Hahnchirurg  verarzten zu lassen oder bringt ihn zum Metzger. Ja, kein Witz. Beide Personen befinden sich direkt bei der Arena. Hahnenkämpfe sind in den Philippinen legal und ist für viele Filipinos eine zusätzliche Einnahmequelle.

Hahnenkampf auf den Philippinen

4. Zu jeder erdenklichen Tageszeit

Morgens, Mittags, Abends. Laut und schief. Ja, richtig: Karaoke. Ein wohl weniger neuer Fakt für die meisten von euch, denn Karaoke ist in ganz Asien sehr beliebt. Karaoke wird zu jeder erdenklichen Tageszeit gesungen. Peinlich ist das den Filipinos keineswegs. Je lauter desto „besser“. Falscher Text? Egal! Die Filipinos wissen, dass für uns Karaoke mit viel Mut verbunden ist und freuen sich umso mehr, wenn auch Du ein Lied singst. All-time-Favorits sind “I Will Survive”, “(I did it) My Way” und Hits von Queen, ABBA oder Whitney Houston. Witzig ist, dass ich ziemlich oft auch Modern Talking gehört habe. Das läuft hin und wieder auch im Radio. Ein Fahrer hatte sogar das ganze Album auf CD und hört es rauf und runter.

5. Die BER-Monate

Wer liebt Weihnachten auch so sehr wie ich? Ich denke fast jeder von uns mag Weihnachten, aber wusstest Du, dass die Philippinen das Land mit der längsten Weihnachtszeit ist? Ganze 4 Monate lang wird sich auf Weihnachten eingestellt und aufwändig geschmückt. Dazu gibt es wirklich tolle Rituale zur Weihnachtszeit. Mehr dazu gibt es hier in meinem Blogpost.

6. Lieblingssport der Filipinos

Die Filipinos lieben Basketball. Es ist tatsächlich ihr Lieblingssport. Großen Teil dazu beigetragen haben die Amerikaner während der Kolonialzeit.  Neben dem Basketball spielt Boxen eine große Rolle. Die Filipinos verehren Manny Pacquiao. Der mittlerweile über 40 Jahre alte Profiboxer (und Politiker) ist im Sport noch immer aktiv und gilt als einer der besten Boxer aller Gewichtsklassen. Er ist aktuell der einzige  Profiboxer weltweit, der in sieben Gewichtsklassen Boxweltmeister wurde.

Basketball - Lieblingssport der Philippinen

7. Kinderspielzeug oder Jagdmethode ?

Wer kennt noch das Yo-yo/Jo-jo? Bei uns ein sehr beliebtes Kinderspielzeug für die 90er Kids. Man sagt sich, dass auf den Philippinen das Yo-yo schon im 16 Jahrhundert als Methode zur Jagd benutzt wurde. Zumindest wurde es so genannt. Ein Stein wurde an ein meterlanges Seil gebunden und an die Beine eines Tiers geworfen. Damit konnten sich die Jäger dem Tier nähern.  Es kursieren viele Geschichten darüber, aber ob das diese Jadgmethode nun Vorreiter des heutigen Yo-Yo ist,  lässt sich bestreiten.

8. Weltrekord im Bruststillen

Die Philippinen erzielten einen Weltrekord im gemeinsamen Bruststillen. Mehr als 3.500 Frauen kamen im Mai 2005 zum gemeinsamen Stillen zusammen und halten noch immer den Rekord im Guinness Buch der Rekorde. Das Event wird jährlich ausgetragen. Denn, nur knapp 30% der Mütter stillen ihre Kinder in den Philippinen. Mit dem Event soll das Bewusstsein für die Vorteile des Stillens von Kindern geschärft und soziale Tabus gebrochen werden.

9. Die überfüllte Stadt

Manila: Man hasst es oder liebt es. Ein Großstadtjungle mit unglaublich viel Verkehr, der einen stundenlang im Auto verbringen lässt. Kein Wunder, denn Manila ist die am dichtesten besiedelte Stadt der Welt (nicht zu verwechseln mit der Stadt mit der größten Bevölkerung). Hier geht es um die Bevölkerungsdichte. Laut World Population Review und weiteren Quellen leben in Manila 42.857 Menschen auf einem Quadratkilometer. Im Vergleich dazu: Mumbai 23.000 Einwohner / km², Paris 20.150 Einwohner / km² und Toyko 10.100 Einwohner / km².

Manila - Die Stadt mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Welt

10. 534 „neue“ Inseln

Lange bestanden die Philippinen aus 7.107 Inseln. Im November 2019 wurden 534 „neue“ Inseln dann vorgestellt. Lange Zeit war nicht klar, ob es nur Felsen sind, die aus dem Wasser ragen. Doch ein neues Radarsystem schaffte Klarheit. Es sind Inseln. Heute besteht der Achipel also aus 7.641 traumhaften Inseln. Worauf wartest Du? Zeit anzufangen die Inseln zu erkunden!

11. Eine Sprachwissenschaft für sich

Wenn jemand sprachbegabt sind, dann die Filipinos. Es gibt die Amtssprache (Tagalog) und Englisch wird fließend gesprochen. Daraus ergab sich ein Mix aus Tagalog und Englisch, was Tagalish genannt wird und heute in Radio, Fernsehen, Zeitungen usw. genutzt wird. Dazu kommen 120 – 175  weitere Sprachen/Dialekte, je nachdem wie diese klassifiziert werden. Nachbarprovinzen haben unterschiedliche Dialekte, nutzen teilweise sogar unterschiedliche Wörter und es wird sofort erkannt, ob Du Local aus der Provinz bist oder aus dem Nachbardorf stammst. Wahnsinn, oder?

Ach, und dazu gleich ein weitere Infos: Viele Wörter haben einen spanischen Ursprung. Wie z.B „Kumusta ka?“ (Wie geht es dir?) ziemlich ähnlich mit dem Spanischen „Como está?“ ist. Auch Tage und Zeitangaben entsprechen dem spanischen, oftmals aber in anderer Schreibweise und etwas anders ausgesprochen.

12. OFWs

2,3 Millionen Filipinos sind sogenannte Overseas Filipino Workers (OFWs). Besonders die jüngere Generation mit einem Alter zwischen 25 und 34 Jahren. Die Philippinen sind eines der führenden Länder, wenn es um die Bereitstellung von im Ausland beschäftigtem Personal geht. Typische Berufe sind Krankenschwester und Seefahrer. Die meisten Filipinos gehen ins Ausland, um ein höheres Gehalt zu erhalten, denn junge Menschen haben nach dem Schulabschluss auf den Philippinen starke Schwierigkeiten, Arbeit zu finden, geschweige denn einen gut bezahlten Job. Die über 2 Millionen Übersee-Filipinos haben im Jahr 2018 durch ihre Geldüberweisungen nach Hause auf die Philippinen zu deren Familien ganze 11 % zum gesamten BIP beigetragen

13. Aus dem Feuer geboren

Die kleine Insel Camiguin gehört zu Mindanao und ist buchstäblich „aus dem Feuer geboren“. Camiguin hat 5 Gemeinden auf denen sich 7 Vulkane verteilen. Damit ist sie die Insel mit den meisten Vulkanen pro Quadratmeter auf unserer Erde. Der bekannteste Vulkan ist der Mt. Hibok Hibok, welcher auch als einziger noch aktiv ist.

14.

Und weil die Zahl 13 auf den Philippinen, wie in vielen anderen Ländern auch, eine Unglücksnummer ist, gibt es einen weiteren Eintrag mit Nummer 14.

Jetzt hast Du wieder etwas mehr über die Philippinen gelernt. Vielleicht auch etwas unnützes Wissen, aber das zählt auch 😉

Wenn dir meine Blogeinträge gefallen, lass gerne ein Kommentar da. Ich freu mich auf weiteren Austausch!

Alles Liebe,
Nathalie

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